tocando mañana's First Performance at the Eclat Festival in Stuttgart
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.2.2004 - Photo © Charlotte Oswald
„Die statuarisch geprägten Klänge sind schön, ja fast lukullisch. In ihrer nur auf einen Aspekt
ausgerichteten Tendenz schafft die Partitur eine Aura, die sich tatsächlich der rationalen
Beschreibung entzieht. Vielleicht ist dieses nur ca. zehn Minuten dauernde Werk
zu kurz in seiner zarten Leuchtkraft."
Hans-Peter Jahn, SWR Neue Musik Redaktion, 2004
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Lichtzwang. ein wütendes Spielzeug (Akkordeon Magazine, Mai 2009)
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rockaby and shadows played by Uwe Dierksen in Frankfurt on December 2006
„Zwei Stücke von Héctor Moro, der auch die Klangregie des Konzerts übernommen hatte,
füllten den Raum mit einem intelligent und beziehungsreich konstruierten, zerrenden,
pluckernden elektronisch eingespielten Material, das sich nicht wie ein Präzisions-Diktat
und auch nicht wie ein übermächtiger Gegner dem Solisten gegenüber aufbaute,
sondern wie ein Mitspieler, der sich multiplizierte und im Raum verteilte und damit einen
spezifischen Konzert-Raum überhaupt erst schuf. Rockaby (zugleich eine literarische
Hommage an Samuel Beckett und eine musikalische an Olivier Messiaen) ist, bei aller exaltiert
erscheinenden Klanglichkeit, eine sehr konzentrierte Arbeit über das Posaunenglissando,
Shadows eine Hommage an John Cassavetes und an die Kraft spontaner Improvisation.“
Hans-Jürgen Linke, Frankfurter Rundschau 15.12.2006
„Dierksen schuf mit diesem Konzert nicht nur ein Selbstporträt, sondern stellte auch
den als Schlagzeuger bekannten, 1965 in Chile geborenen Héctor Moro als Komponisten
zweier sehr unterschiedlicher Werke vor. In „rockaby“, dessen gesamtes Material Moro aus
zwei Takten von Olivier Messiaen ableitete, faszinierten die feinen, in Glissandi gebetteten
Mehrton-Schichtungen. „Shadows“, benannt nach dem gleichnamigen Film von John Cassavetes,
der als Prototyp des improvisierten Filmes in die Geschichte eingegangen ist, ließe sich als
Konzeptimprovisation unter Mitverwendung von vorfabriziertem Material bezeichnen.
Mit dem Gummistopfen am Ende seines Posaunenzugs bediente Dierksen einen Mallet Midi
Trigger zum Abrufen elektronischer und instrumentaler Versatzstücke. Ob beabsichtig oder
nicht - er schien die Geschichte eines außen am Schnellzug Baumelnden,
hier und da Anschlagenden zu erzählen.“
Elisabeth Risch, Frankfurter Allgemeine Zeitung 22.12.2006
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IMD Konzert mit Uwe Dierksen in der Eumesat - Darmstadt in Juni 2007
„Als Mitstreiter hat er sich Hector Moro gewählt. Dieser wurde 1965 in Chile geboren,
wo er Schlagzeug und Komposition studiert hat. Natürliche Töne wie das Schnalzen einer Zunge
verarbeitet er im Computer zu rhythmischen Mustern, die er mit flächigen elektronischen Klängen unterlegt,
ähnlich verfährt er mit aufgezeichneten Instrumentenklängen, deren Tonhöhe und Klangfarbe er verändert.
Auf diese Weise kombiniert der Musiker technisches Gespür mit einem feinen Ohr und steht während der
Konzerte am Mischpult, um eigene Tonfarben einzufügen oder die Lautstärkeverhältnisse zu kontrollieren.“
Marc Mandel, Darmstädter Echo 5.6.2007
© héctor moro